Katze zu Besuch

Seit dem letzten Wochenende ist bei uns ein bildhübscher Kater zu Besuch. Er ist total verschmust und holt sich früh morgens und abends seine Streicheleinheiten ab. Das gepflegte und etwas streng nach Kater riechende Tier ist in unserer Nachbarschaft unbekannt. Ich vermute, dass seine Familie im Urlaub ist und er umherstromert und testet, wie es bei anderen so ist. Gestern kauften wir Essen für ihn mit ein. Meine Freundin war der Meinung, alle Katzen mögen Lachs 🙂 .  Ein bisschen verwöhnt scheint er zu sein, aber er nimmt die Lachs-Gemüse-Brekkies an. Die Schale war heute früh leer. Eine Katze als Haustier kommt wegen Allergie für uns nicht in Frage. Wir wollen irgendwann einen Hund mit einziehen lassen. Es tut trotzdem gut, den Kater als Gast bei uns zu haben. Er ist zutraulich und sanft, kommt immer von sich aus an,  springt auf die Bank oder meinem Schoß und lässt sich ausgiebig kraulen. Sein ruhiges Schnurren ist total entspannend – fast schon tiefgreifend 🙂 . Ein tolles Tier ❤

 

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Wind und Wasser

Die Geschichte von der Sandwüste (Idries Shah) repräsentiert in einer besonderen Art die mit Ambivalenzen und Ambiguitäten verbundenen existenziellen Übergänge innerhalb einer Therapie und verweist auf überraschende Wendungen und „vergessene“ Ressourcen auf dem Weg zu neuen Lebensabschnitten.

Ein Strom floss von seinem Ursprung in fernen Gebirgen durch sehr verschiedene Landschaften und erreichte schließlich die Sandwüste. Genauso wie er alle anderen Hindernisse überwunden hatte, versuchte der Strom nun auch, die Wüste zu durchqueren. Aber er merkte, dass – so schnell er auch in den Sand fließen mochte – seine Wasser verschwanden.

Er war jedoch überzeugt davon, dass es seine Bestimmung sei, die Wüste zu durchqueren, auch wenn es keinen Weg gab. Da hörte er, wie eine verborgene Stimme, die aus der Wüste kam, ihm zuflüsterte: „der Wind durchquert die Wüste, und der Strom kann es auch.“

Der Strom wandte ein, dass er sich doch gegen den Sand werfe, aber dabei nur aufgesogen würde; der Wind aber kann fliegen, und deshalb vermag er die Wüste zu überqueren.

„Wenn du dich auf die gewohnte Weise vorantreibst, wird es dir unmöglich sein, sie zu überqueren. Du wirst entweder verschwinden, oder du wirst ein Sumpf. Du musst dem Wind erlauben, dich zu deinem Bestimmungsort hinüber zu tragen.

Aber wie sollte das zugehen? „Indem du dich von ihm aufnehmen lässt.

Diese Vorstellung war für den Fluss unannehmbar. Schließlich war er noch nie zuvor aufgesogen worden. Er wollte keinesfalls seine Eigenart verlieren. Denn wenn man sich einmal verliert, wie kann man da wissen, ob man sich je wiedergewinnt.

„Der Wind erfüllt seine Aufgabe“, sagte der Sand. „Er nimmt das Wasser auf, trägt es über die Wüste und lässt es dann wieder fallen. Als Regen fällt es hernieder, und das Wasser wird wieder ein Fluss.

„Woher kann ich wissen, ob das wirklich wahr ist?

„Es ist so, und wenn du es nicht glaubst, kannst du eben nur ein Sumpf werden. Und auch das würde viele, viele Jahre dauern; und es ist bestimmt nicht dasselbe wie ein Fluss.

„Aber kann ich nicht derselbe Fluss bleiben, der ich jetzt bin?

„In keinem Fall kannst du bleiben, was du bist, flüsterte die geheimnisvolle Stimme. „Was wahrhaft wesentlich an dir ist, wird fortgetragen und bildet wieder einen Strom. Heute wirst du nach dem genannt, was du jetzt gerade bist, doch du weißt nicht, welcher Teil deines Selbst der Wesentliche ist.

Als der Strom dies alles hörte, stieg in seinem Innern langsam ein Widerhall auf. Dunkel erinnerte er sich an einen Zustand, in dem der Wind ihn – oder einen Teil von ihm? War es so? – auf seinen Schwingen getragen hatte. Er erinnerte sich auch daran, dass dieses, und nicht das jedermann Sichtbare, das Eigentliche war, was zu tun wäre – oder tat er es schon?

Und der Strom ließ seinen Dunst aufsteigen in die Arme des Windes, der ihn willkommen hieß, sachte und leicht aufwärts trug und ihn, sobald sie nach vielen, vielen Meilen den Gipfel des Gebirges erreicht hatten, wieder sanft herabfallen ließ. Und weil er voller Bedenken gewesen war, konnte der Strom nun in seinem Gemüte die Erfahrungen in allen Einzelheiten viel deutlicher festhalten und erinnern und davon berichten. Er erkannte: „Ja, jetzt bin ich wirklich ich selbst.

Der Strom lernte. Aber die Sandwüste flüsterte: „Wir wissen, weil wir sehen, wie es sich Tag für Tag ereignet; denn wir, die Sandwüste, sind immer dabei, das ganze Flussufer entlang bis hin zum Gebirge.

Und deshalb sagt man, dass der Weg, den der Strom des Lebens auf seiner Reise einschlagen muss, in den Sand geschrieben ist.

Eigenschaften narzisstischer Mütter

NarzissenDas zerstörerische narzisstische Elternteil erschafft ein Kind, das nur existiert, um eine Erweiterung seines Selbst zu sein. Es geht um geheime Dinge. Es geht um Körpersprache. Es geht um missbilligende Blicke. Es geht um den Klang der Stimme. Es ist sehr vertraulich. Und es ist sehr mächtig. Es ist ein Teil des Kindes selbst.
– Chris

Sehr interessanter Link: http://www.narzissmus.org/eigenschaften-narzisstischer-mutter.php

 

Wie geht es weiter im Fall Padre Pedro

KanzelHeute kommt im WDR die story-Fortsetzung  „Richter Gottes – Die geheimen Prozesse der Kirche“. In den 70er und 80er Jahren soll ein Priester mindestens 100 Kinder am Berliner Canisius-Kolleg missbraucht haben. Vor kurzem berichtete eine junge Frau, dass sie im Jahr 2010 ebenfalls von diesem Mann bedrängt wurde, als er im Bistum Hildesheim tätig war. Nun meldet sich die Mutter mit ähnlichen Vorwürfen zu Wort.

„Richter Gottes“ gibt zum ersten Mal einen Einblick in die Welt der deutschen Kirchengerichte und zeigt die Gefahren eines parallelen, kirchlichen Rechtssystems. Er berichtet über interne kirchliche Ermittlungen, von denen die Öffentlichkeit nichts erfahren sollte; über eine 20jährige, junge Frau, deren Fall so lange unentdeckt bleiben konnte. Im November, nach der Erstausstrahlung des Films, hatte die Staatsanwaltschaft Berlin angekündigt, neue Ermittlungen in dem Fall zu prüfen. Jetzt fragt die story nach: Wurde wirklich ermittelt? Was ist aus den Ermittlungen geworden? Und wie geht die Kirche mit diesem neuen Missbrauchsfall um?

Sendetermin 27.01.2016 um 22:10 Uhr

http://www1.wdr.de/fernsehen/dokumentation_reportage/die-story/sendungen/richter-gottes-100.html