Beweise für rituelle Gewalt?

Es gibt ein neues Infoportal zu ritueller Gewalt. Auf der Seite werden Gerichtsurteile, wissenschaftliche Arbeiten und aktuelle Meldungen zum Thema Rituelle Gewalt gesammelt und öffentlich zur Verfügung gestellt.

Warum gibt es diese Webseite? Seit vielen Jahren hält sich hartnäckig der Satz „Rituelle Gewalt ist noch nie bewiesen und verurteilt worden.“ Das stimmt nicht. Es gibt Gerichtsurteile und Belege für Fälle Ritueller Gewalt. Dieses Infoportal lädt dazu ein, sich selbst ein Bild zu machen.

Link zum Portal: https://www.infoportal-rg.de/

DGfE erkennt Hartmut von Hentig den Ernst-Trapp-Preis ab

Stellungnahme des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) zur Diskussion um sexuelle Gewalt in pädagogischen Kontexten
Link zum Beitragsthema aus 2016:

 

Kindesmissbrauch im familiären Kontext

Im familiären Umfeld werden Kinder am häufigsten sexuell missbraucht. Am 31. Januar 2017 hat das erste öffentliche Hearing der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs stattgefunden.

Hier ein paar Beiträge aus der Medienberichterstattung:

Betroffene sprechen öffentlich, PM von der Unabhängigen Aufarbeitungskommission
https://www.aufarbeitungskommission.de/meldung-31-01-2017-sexueller-kindesmissbrauch-betroffene-sprechen-oeffentlich/

Beitrag im Deutschlandfunk „Kindesmissbrauch – Tatort familiäres Umfeld“
http://www.deutschlandfunk.de/kindesmissbrauch-tatort-familiaeres-umfeld.1769.de.html?dram%3Aarticle_id=377811

Beitrag in der Tagesschau mit Video „Reden im geschützten Raum“
https://www.tagesschau.de/inland/kommission-kindesmissbrauch-101.html

Die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs untersucht sämtliche Formen von sexuellem Kindesmissbrauch in Deutschland. Darunter fällt zum Beispiel Missbrauch in Institutionen, in Familien, im sozialen Umfeld, durch Fremdtäter oder im Rahmen von organisierter sexueller Ausbeutung.

Die Kommission soll Strukturen aufdecken, die sexuelle Gewalt in der Kindheit und Jugend ermöglicht haben und herausfinden, warum Aufarbeitung in der Vergangenheit verhindert wurde. Dabei wird die Kommission vor allem Menschen anhören, die in ihrer Kindheit von sexuellem Missbrauch betroffen waren und somit die Möglichkeit schaffen, auch verjährtes Unrecht mitzuteilen.

Weitere Informationen: https://www.aufarbeitungskommission.de/

© Barbara Dietl

 

 

Smartphone ist das „ultimative Tatmittel“

Es gibt immer mehr Sexattacken auf Minderjährige, oft mithilfe von Smartphones. Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung fordert einen Straftatbestand schon für den Versuch des „Cybergroomings“ (gezieltes Ansprechen Minderjähriger durch Erwachsene über das Internet mit dem Ziel, sexuelle Kontakte anzubahnen). Rörig stellte eine Expertise mit dem Titel „Sexualisierte Grenzverletzungen und Gewalt mittels digitaler Medien“ in Berlin vor.

Link zur Pressemitteilung des Missbrauchsbeauftragten Rörig und zur Expertise mit vielen Factsheets:
https://beauftragter-missbrauch.de/presse-service/pressemitteilungen/detail/news/missbrauchsbeauftragter-roerig-stellt-expertise-zu-sexueller-gewalt-an-minderjaehrigen-mittels-digit/

Artikel in der Welt „Täter können ihre Opfer bis ins Kinderzimmer verfolgen“:
https://www.welt.de/politik/deutschland/article161266615/Wie-Taeter-ihre-Opfer-bis-ins-Kinderzimmer-verfolgen.html

Julia von Weiler, „Innocence in Danger“ sprach in der Zeit-Online von mehr als 700 000 Erwachsenen in Deutschland, die sexuelle Online-Kontakte zu Kindern hätten.
Artikel Zeit-Online „Kinder und Jugendliche besser vor Cybergrooming schützen“:
http://www.zeit.de/news/2017-01/17/medien-kinder-und-jugendliche-besser-vor-cybergrooming-schuetzen-17130604

 

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Für Kinderschutz im Netz muss unbedingt mehr getan werden. Es scheitert mal wieder in diesem Land an personellen, fachlichen und finanziellen Ressourcen. Und da sehe ich Bund, Länder und die Unternehmen in der Pflicht. Ziel muss es sein, Kindern und Jugendlichen eine siche­re Nutzung digitaler Medien zu ermöglichen!

Aufarbeitungskommission nimmt Arbeit auf

UKASK_Onlinebanner_600x160_statischDie Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs untersucht sämtliche Formen von sexuellem Kindesmissbrauch in Deutschland. Darunter fällt zum Beispiel Missbrauch in Institutionen, in Familien, im sozialen Umfeld, durch Fremdtäter oder im Rahmen von organisierter sexueller Ausbeutung. Die Kommission soll Strukturen aufdecken, die sexuelle Gewalt in der Kindheit und Jugend ermöglicht haben und herausfinden, warum Aufarbeitung in der Vergangenheit verhindert wurde. Dabei wird die Kommission vor allem Menschen anhören, die in ihrer Kindheit von sexuellem Missbrauch betroffen waren und somit die Möglichkeit schaffen, auch verjährtes Unrecht mitzuteilen.

Das Infotelefon Aufarbeitung 0800-4030040 (anonym und kostenfrei) und die Website www.aufarbeitungskommission.de informieren über die Arbeit der Kommission und Ablauf der Anhörungen. Betroffene und Zeitzeugen können ab sofort telefonisch oder schriftlich mit der Kommission in Kontakt treten, um an Anhörungen teilzunehmen.

Weitere Informationen (FAQ, Informationen zu den Kommissionsmitgliedern u.a.) findet Ihr auf der Website der Kommission www. aufarbeitungskommission.de oder des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs.

 

 

Wie geht es weiter im Fall Padre Pedro

KanzelHeute kommt im WDR die story-Fortsetzung  „Richter Gottes – Die geheimen Prozesse der Kirche“. In den 70er und 80er Jahren soll ein Priester mindestens 100 Kinder am Berliner Canisius-Kolleg missbraucht haben. Vor kurzem berichtete eine junge Frau, dass sie im Jahr 2010 ebenfalls von diesem Mann bedrängt wurde, als er im Bistum Hildesheim tätig war. Nun meldet sich die Mutter mit ähnlichen Vorwürfen zu Wort.

„Richter Gottes“ gibt zum ersten Mal einen Einblick in die Welt der deutschen Kirchengerichte und zeigt die Gefahren eines parallelen, kirchlichen Rechtssystems. Er berichtet über interne kirchliche Ermittlungen, von denen die Öffentlichkeit nichts erfahren sollte; über eine 20jährige, junge Frau, deren Fall so lange unentdeckt bleiben konnte. Im November, nach der Erstausstrahlung des Films, hatte die Staatsanwaltschaft Berlin angekündigt, neue Ermittlungen in dem Fall zu prüfen. Jetzt fragt die story nach: Wurde wirklich ermittelt? Was ist aus den Ermittlungen geworden? Und wie geht die Kirche mit diesem neuen Missbrauchsfall um?

Sendetermin 27.01.2016 um 22:10 Uhr

http://www1.wdr.de/fernsehen/dokumentation_reportage/die-story/sendungen/richter-gottes-100.html