Ich will nicht vergeben

Loslassen ist nicht dazu da, die Vergangenheit zu vergessen oder zu vergeben, es geht darum, die Energie der Vergangenheit loszulassen, und uns damit unser Leben in der Gegenwart zurückzugeben, und das brauchen wir, damit wir in eine neue Zukunft geboren werden können.

[Holloway]

 

mundoimaginario

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Scherben

Wir müssen hier raus! Das ist die Hölle!
Wir werden es schaffen.
Und was kann uns hindern? Kein Geld, keine Waffen,
wenn wir es woll’n. Wir werden es schaffen.
Wir sind geboren, um frei zu sein.

Keine Macht für Niemand!
Reißen wir die Mauern ein, die uns trennen.
Kommt zusammen, Leute. Lernt euch kennen…

KeineMachtFürNiemand

 

Wasserlauschen

Wer es mit mir aushält, nur eine Stunde schweigsam an diesem wunderschönen Bächlein zu verweilen, der könnte ein Freund sein.

Wer es mit mir aushält, nur eine Stunde schweigsam an diesem wunderschönen Bächlein zu verweilen, der könnte ein Freund sein.

Am Ende fließen alle Dinge ineinander, und aus der Mitte entspringt ein Fluss. Der Fluss wurde bei der großen Überschwemmung der Welt begraben und fließt aus dem Keller der Zeit über die Steine. Auf einigen der Steine befinden sich zeitlose Regentropfen, unter den Steinen sind die Wörter. Doch einige Worte wird man nie verstehen.

[A River Runs Through It]

Bandsalat

KassetteIn meinem kleinen Dachzimmer habe ich eine ganze Tüte voll mit Musikkassetten wiedergefunden. Die Kassette feierte vor kurzem ihren 50. Geburtstag und ist völlig aus der Mode gekommen. Bei mir feiert sie ein Comeback. Im Keller habe ich noch einen Radio-Kassettenrekorder stehen. Viele junge Leute aus der Download-Generation wissen wahrscheinlich nicht mal, wie man Kassette schreibt. Hach, war das Gejammer groß, wenn an der Lieblingskassette  Bandsalat entstand. 1 x wöchentlich wurden die aktuellen RadioHits aufgenommen. Hochkonzentriert saß ich vor dem Radio, zwei Finger auf die Tasten Rec und Play um im richtigen Moment die Aufnahme zu starten. Ha, ha, und oft genug mit verpasstem Anfang und Moderatorgequatsche am Ende. Oder wenn mitten im Song während des Aufnehmens das Band zu Ende war. Ja, ja, das war Schwerstarbeit!

No-Mobile-Phone-Phobia

Schnecke

Die Saligarophobie gehört zu den spezifischen Angststörungen und bezeichnet die übertrieben starke Furcht vor Schnecken. Bei dieser Angststörung meidet der Saligarophobiker Schnecken und oftmals dann auch andere Weichtiere, oder auch Schleim absondernde Tiere.

Beim Aufräumen im kleinen Dachzimmer fand ich in meiner Truhe überflüssiges Recherchematerial u. a. zum Thema Phobie. Damals sammelte ich alles Mögliche zu den Themen Traumafolgestörungen, Depressionen, Angststörungen usw. So erfuhr ich über Ängste, auf deren Existenz ich im Leben nicht gekommen wäre. Beispiele gefällig?

Die Furcht vor Puppen, Pediophobie, ist vielleicht jedem geläufig. Xantophobie ist die Angst vor der Farbe Gelb, Leukophobie betrifft die Farbe Weiß. Zum Glück leide ich nicht unter Bibliophobie. Das ist die Angst vor Büchern. Unter Rhytiphobie leiden meistens Frauen und kurbelt den Umsatz von Botox an. Bei Levophobie vermeiden es die Betroffenen auf der linken Seite des Körpers zu liegen, um den eigenen Herzschlag nicht zu hören oder zu spüren. Für Lacher in Slapstickfilmen sorgt die Suriphobie – die Angst vor Mäusen. Bei Schülern tauchen schon mal Ansätze für Metrophobie – der Furcht vor Lyrik – oder Numerophobie – Ekel vor Zahlen – auf. Es gibt auch die Barophobie – Angst vor der Schwerkraft und vor Druck. Betroffene vermeiden wegen der Beschleunigungskräfte also Achterbahnen, Karussells oder Autos. Epistemophobie ist die Angst vor Wissen, die heutzutage gern von einigen privaten Fernsehsendern gefördert wird.

Die Phobienliste ist endlos. Die Pentheraphobie kennen wahrscheinlich die meisten. Angst vor der Schwiegermutter. Bei Anatidaephobie – die Angst von einer Ente beobachtet zu werden – handelt es sich um eine neuere Phobienart. Unter Lutraphobie versteht man die Angst vor Ottern. Der Saligarophobiker meidet Schnecken und oftmals dann auch andere Weichtiere, oder auch Schleim absondernde Tiere. Nomophobie – die Sucht nach dem Smartphone/Handy oder Handy-Verlust-Phobie – ist eine Erkrankung, die oft schon im jungen Erwachsenenalter beginnt. Schreckliches Schicksal!

Bei der Chrometophobie hat der Betroffene Angst vor Geld und gehört somit zu den optimalen Arbeitnehmern: „Chef, ich mache alles für lau.“