Giffey zu Missbrauch in katholischer Kirche: „Menschen, die so etwas tun, haben in keinem Amt der Kirche etwas zu suchen.“

Nach Bekanntwerden der Ergebnisse aus der Missbrauchsstudie der katholischen Kirche hat Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) Reformen gefordert.

Link zum Zeit-Online-Artikel: https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-09/sexueller-missbrauch-in-katholischer-kirche-reaktionen

Frau Giffey äußerte sich auf dem Kongress „MitSprache“ zur Untersuchung über jahrzehntelangen sexuellen Missbrauch durch Geistliche in der katholischen Kirche in Deutschland:

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Betroffenenkongress „MitSprache“ fand in Berlin statt

Auf der Facebookseite des Betroffenenrats und bei Twitter unter @UBSKM_de gibt es viele interessante Statements, Beiträge und Aktionsbilder vom Kongress „MitSprache“, der am 14. und 15. September 2018 in Berlin stattfand. In den nächsten Tagen/Wochen werden sowohl Podcasts als auch eine Video-Dokumentation und viele Fotos auf der Homepage online gestellt werden, damit alle, die leider nicht dabei sein konnten, wenigstens ein bisschen ‚Dabei Sein‘ nachholen können (Info steht auf der Facebookseite).

Über den Kongress von Betroffenen für Betroffene und Unterstützer*innen findet man im Netz einiges an Berichterstattung. Hier folgen ein paar Links:

Magazin des Betroffenenrats – Betrifft: alle – die Arbeit des Betroffenenrats (Anhang unter der PM PDF als Download )

Missbrauchsopfer berichteten öffentlich der Aufarbeitungskommission

Am 27. Juni 2018 fand in Berlin das 3. Öffentliche Hearing „Kirchen und ihre Verantwortung zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs“ statt. Das Hearing wurde live übertragen und wird demnächst als Video unter http://www.aufarbeitungskommission.de zur Verfügung gestellt.

Artikel in der Zeit Nr. 27/2018, 28. Juni 2018:

Missbrauch in der Kirche: „Man fühlt sich, als ob man unter der Decke begraben liegt, unter die der Missbrauch gekehrt wurde“

Trauma & Sucht

Seit einigen Tagen beschäftige ich mich mit dem Ruppert-Modell „Gesunder Anteil – Überlebensanteil – Traumatisierter Anteil“. Ich bin im Netz zufällig auf den Psychotherapeuten gestoßen, weil ich mal wieder verzweifelt nach Infos zum Themenpaar „Trauma & Sucht“ suchte. Nachdem ich mir einige seiner Vorträge ansah, blinkten einige „Aha!“-Lichtleins auf, vor allem als ich meinen überaus gesprächigen Überlebensanteil betrachtete, den ich übrigens sehr achte. Außer in heftigen Krisenzeiten… Aber: es gibt einen Grund.

»Wer es nicht anerkennt, dass er traumatisiert worden ist, kommt aus der Sucht nicht raus.« Prof. Dr. Franz Ruppert

Absolute Zustimmung von mir – mit einem freundlichen Blick zum „Überlebensanteil“. Wir werden wohl doch noch Freunde 🙂 . Seit Jahren beschäftigt mich das Thema und ich bin Herrn Ruppert sehr dankbar für seine Arbeit. Wie oft zermarterte ich mir das Hirn, dass man doch irgendwie an die Ursache dran kommen müsste und anders mit der Sucht umgehen könnte. Diese ständigen Rückfälle und wenn ich in der Klinik hörte, dass alles im „Suchtgedächtnis“ gespeichert sei und nur die Abstinenz hilft… Ich konnte es nicht mehr hören! Ich wollte mich nicht mit einem sog. „Suchtgedächtnis“ in die hoffnungslose Ecke abstellen lassen, so nach dem Motto: „Die wird sowieso immer wieder rückfällig und liegt irgendwann in der Gosse!“. So einfach ist das nicht! Ich erhoffe mir doch mehr Forschung auf dem Gebiet Trauma & Sucht und dass die Kliniken endlich ihre Konzepte verbessern.

Ich stelle hier für Interessierte ein paar Links zur Verfügung:

Die Identitätsorientierte Psychotraumatheorie wird seit 2015 von dem Münchner Psychotherapeuten und Psychologieprofessor Franz Ruppert entwickelt und ausformuliert. Diese Theorie erklärt psychische Störungen und körperliche Erkrankungen als die Folgen von unterschiedlichen Formen von Traumatisierungen der menschlichen Psyche und bildet die Grundlage für ein eigenes psychotherapeutisches Interventionsverfahren, die Identitätsorientierte Psychotraumatherapie. https://de.wikipedia.org/wiki/Identit%C3%A4tsorientierte_Psychotraumatherapie

Bei Youtube / AK Voralberg gibt es einige interessante Vorträge mit Herrn Ruppert: https://www.youtube.com/watch?v=ZoAhyyhEUts

Suchtsymposium – Aktuelles Interview mit Dr. Franz Ruppert

https://www.suchtsymposium.com/speaker/prof-franz-ruppert-ght748/

MutMach-Film

In dem Film „Ich bin kein Opfer mehr“ erzählen drei Frauen, wie sie trotz langjähriger sexualisierter Gewalterfahrungen ihren Weg ins Leben gefunden haben. Alle drei wurden in ihrer Kindheit und Jugend von Tätern aus dem engsten Familienkreis über viele Jahre hinweg massiv missbraucht.

Ein mutiger und bewundernswerter Schritt, sich dem Thema zu stellen und gemeinsam in die Öffentlichkeit zu gehen. Vielen Dank dafür an Sabine, Marion und Lydia sowie an die BegleiterInnen: fünf Hunde und ein Pferd. Ich halte immer noch meine Dohle im Kopf. Ist auch schwieriger eine Dohle im realen Leben zu halten 😉

Dieser Film ist auch als Stream bzw. Download erhältlich: https://www.medienprojekt-wuppertal.de/ich-bin-kein-opfer-mehr-ein-film-mit-ueberlebenden-sexualisierter-gewalt

Wie die drei Frauen im Film bin auch ich gerne in der Natur unterwegs 🙂

 

 

 

DLF berichtet über rituelle und organisierte Gewalt

Der Deutschlandfunk hat zum Thema einen Artikel veröffentlicht

Zwischen Angst und Aufarbeitung

Rituelle und organisierte sexuelle Gewalt gerät immer mehr ins Blickfeld der Politik. Aber der Kampf dagegen ist schwierig: Den Betroffenen wird oft nicht geglaubt und die Ermittlungserfolge der Polizei sind bescheiden.

Von Isabel Fannrich

Den Artikel hat der DLF auch auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht. Wer mit dem Thema zu tun hat, wird dort schnell erkennen, aus welchem Lager die Kommentare kommen. Eine der mehrmals auffälligen Kommentatorinnen ist die Psychologin Lydia Benecke (verheiratet mit dem „Herr der Maden“ und Kriminalbiologen Mark Benecke), die unter dem Beitrag gegen namhafte PsychotherapeutInnen, Sozialwissenschaftlerinnen, SozialpädagogInnen und Journalistinnen basht.

Frau Benecke veröffentlichte nach dem DLF-Beitrag auf ihrer Facebookseite einen äußerst fragwürdigen Beitrag. Ich gehe mal davon aus, dass sie keine Approbation hat.

Die Zeitschrift Emma veröffentlichte im November 2017 einen Artikel mit dem Titel

Darum zeigen Frauen so selten an!